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Eine User Story ist eine kurze Erzählung, die die Funktionalität aus der Sicht des Benutzers beschreibt. Sie wurde erstmals Ende der 1990er Jahre von Kent Beck und Martin Fowler in der Extreme Programming-Methodik eingeführt. Im Gegensatz zu den traditionellen funktionalen Anforderungen, die oft technischen Spezifikationen ähneln, konzentrieren sich User Stories in Projekten darauf, was die Benutzer erreichen wollen und warum es für sie wichtig ist.
Der Unterschied ist grundlegend: Herkömmliche Anforderungen beschreiben das System aus einer technischen Perspektive („das System muss ein Passwortfeld mit Validierung enthalten“), während in den User Stories von IT-Projekten der Mensch im Mittelpunkt steht. Die obige Anforderung würde etwa so klingen: „Als Benutzer möchte ich ein sicheres Passwort erstellen, um meine persönlichen Daten zu schützen.“ Eine ganz andere Perspektive, nicht wahr? Das ist ein Grund, warum sich User Stories in der agilen Projektdokumentation so großer Beliebtheit erfreuen.
Die Debatte mit dem Titel „User Story vs. Use Case“ wird in der IT-Branche seit Jahren geführt. Der Hauptunterschied liegt in der Herangehensweise: Klassische Benutzeranforderungen sind oft unflexibel, während Benutzergeschichten den Dialog und die Flexibilität während der Projektumsetzung fördern und somit für eine von den Interessengruppen gesteuerte Planung unerlässlich sind.
Die Grundlage einer jeden Benutzergeschichte ist die klassische Formel: „Als [Rolle] möchte ich [Funktion], damit [Ziel]“. Wenn Sie lernen, wie man User Stories schreibt, ermöglicht diese agile User Story-Vorlage, obwohl sie sehr einfach ist, die Erstellung wirklich lesbarer und inspirierender Zusammenstellungen. In der Einfachheit liegt die Kraft!
Beispiel:
Effektive Anwenderberichte bestehen aus drei Schlüsselelementen, den so genannten 3 K’s:
Akzeptanzkriterien sind konkrete Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit eine User Story als vollständig gilt. Sie machen Benutzergeschichten messbar und testbar und sind ein wichtiger Bestandteil jeder Checkliste für Benutzergeschichten. Beispiel für Akzeptanzkriterien:
Anmerkungen können zusätzliche Annahmen, Links zu Mockups oder Dokumentation enthalten, während Abhängigkeiten die Beziehungen zwischen verschiedenen Stories oder Elementen des Product Backlog Managements aufzeigen.

Eine Illustration mit einem Beispiel für eine User Story
Die effektive Gestaltung von Anforderungen aus der Benutzerperspektive erfordert die Einhaltung bewährter Prinzipien. Es lohnt sich, das Akronym INVEST zu beachten, das die Merkmale guter User Stories definiert:
Wie schreibt man Anwenderberichte, die diese Kriterien erfüllen? Beginnen Sie vor allem damit, die Perspektive des Benutzers zu verstehen. Anstatt über die Funktionen des Systems nachzudenken, stellen Sie Fragen: Wer ist der Benutzer? Was sind seine Ziele? Was stört sie an der aktuellen Lösung?
Reichern Sie die Geschichten mit Belegen aus der Forschung oder mit Daten an, die den Bedarf rechtfertigen. Behalten Sie die Einfachheit bei – eine User Story sollte eine einzige Funktionalität beschreiben. Wenn eine Story anfängt, einer langen Liste von Anforderungen zu ähneln, muss sie wahrscheinlich in kleinere Teile aufgeteilt werden.
User Stories eignen sich für alle agilen Teams – von kleinen Startups bis hin zu großen Konzernen. Sie lassen sich ganz natürlich in das Product Backlog Management und die Sprint-Planung integrieren und unterstützen die Kommunikation zwischen Entwicklern, Testern und Interessenvertretern des Unternehmens.
In der Praxis funktionieren User Stories am besten in Projekten, bei denen:
Natürlich unterstützt eine geeignete Software wie Projektmanagementsystem FlexiProject die Arbeit mit User Stories durch intuitive Backlog-Erstellung, Aufgabenpriorisierung und Kanban-Board-Verwaltung, was die Verfolgung des Implementierungsfortschritts erleichtert. Wir werden in Kürze auf dieses Thema zurückkommen.
Zu den häufigsten Problemen bei der Verwaltung von Anforderungen durch User Stories gehören:
User Stories und Anwendungsfälle werden oft verwechselt, aber sie dienen unterschiedlichen Zwecken:
Kurz gesagt: Die Wahl zwischen diesen Ansätzen hängt vom Projektcharakter, der Reife des Teams und den Erwartungen des Kunden an die Komplexität der Dokumentation ab.
Kehren wir kurz zu den Plattformen zurück, die das Projektmanagement unterstützen. Gute Tools sind auch in diesem Bereich hilfreich! FlexiProject bietet umfassende Unterstützung für das Anforderungsmanagement durch User Stories:
Die User-Story-Tools in FlexiProject ermöglichen auch die Erstellung von Beziehungen zwischen Stories, die Verfolgung von Abhängigkeiten und die Integration mit dem Testmodul zur Überprüfung von Akzeptanzkriterien, was eine umfassende agile Projektdokumentation unterstützt.
Hier noch eine gute Nachricht: Die Arbeit mit User Stories erfordert keine komplizierten Vorbereitungen. Beginnen Sie mit der klassischen Formel „Als…, möchte ich…, damit…“ und stellen Sie sicher, dass jede Story die INVEST-Kriterien erfüllt.
Denken Sie daran, konkrete, prüfbare Abnahmekriterien aufzunehmen, anhand derer die Teams objektiv beurteilen können, ob die Aufgaben erledigt sind. Führen Sie Workshops mit Teams und Kunden durch. Und denken Sie daran, dass User Stories der Anfang eines Gesprächs sind, nicht sein Ende.
Es lohnt sich auch, Backlogs in geeigneten Projektmanagement-Tools zu implementieren, Stories nach Prioritäten zu ordnen und die Umsetzung mit Hilfe von transparenten Kanban-Boards zu überwachen. Die Erstellung einer Projektcharta kann ebenfalls dazu beitragen, die Grundlage für eine effektive Umsetzung der User Stories zu schaffen.
Mit der Unterstützung von FlexiProject helfen Ihnen User Stories dabei, Anforderungen in greifbare, umsetzbare Aufgaben zu verwandeln, die den Endbenutzern einen echten Mehrwert bieten. Vergessen Sie nicht, dass gute User Stories nicht nur Beschreibungen von Funktionen sind, sondern vor allem ein Verständnis für die Menschen, die sie verwenden werden.